Einen Mittwoch kann man nicht besser starten als mit einem guten Frühstück im Bürgertreff am Fontaneplatz. Mit Räucherlachs, halbierten Eiern und allerlei mehr zu Vollkornbrot und Vollkornbrötchen warteten alle gespannt auf das diesmalige Beratungsthema: „Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Häuslichkeit“.
Zu Beginn erfragte Frau Kaplan (Pflegefachkraft, stationäre Langzeitpflege mit Schwerpunkt Demenz), was wir uns unter freiheitsentziehende Maßnahmen vorstellen? So kam schon die erste kleine Austauschrunde zustande, denn alles was den Menschen in seiner Bewegung und somit Freiheit einschränkt, stellt eine freiheitsentziehende Maßnahme dar. Daher sind die ersten Schritte, alle möglichen Maßnahmen auszuschöpfen, um eine Bewegung wahrzunehmen (z. B. Klingelmatten, Bewegungsmelder).
Aber was, wenn ich meinen zu Betreuenden mittels Bettgitter oder Bauchgurt schützen möchte, um einen Sturz zu verhindern? Darf ich das einfach?
Viele Anwesenden sagten: „Na, klar. Wir wollen die Person ja schützen.“ Aber Frau Kaplan erläuterte uns die rechtliche Lage in dieser Situation, denn wenn derjenige nicht mehr selbst in der Lage ist, diese Entscheidung zu treffen, muss ein rechtlicher Beschluss dazu eingeholt werden. Im Laufe des Vortrages wurden verschiedene Anlaufstellen benannt, um sich eine persönliche Beratung einzuholen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Kaplan, dass sie sich die Zeit nahm, uns auch in diesem Bereich einen ersten Impuls zu geben. Im Anschluss an ihren Vortrag setzte sie sich zu den Teilnehmenden an den Tisch und ging in eine offene Fragerunde. Danke!
