Sportfestwoche in der Einrichtung Wildau – gemeinsam aktiv, gemeinsam lachen, gemeinsam erleben
Vom 31. August bis zum 4. September 2026 wurde es in Wildau sportlich: Bewohner*innen und Gäste der Tagespflege waren herzlich eingeladen, im Rahmen einer besonderen Sportfestwoche verschiedene Bewegungs- und Geschicklichkeitsangebote auszuprobieren. Was auf den ersten Blick nach ein bisschen Spielen, Bewegung und Spaß aussah, war in Wirklichkeit ein Projekt, in dem ganz viel Planung, Herzblut und Engagement steckte.
Begleitet wurde die Sportfestwoche auch von Auszubildenden der Einrichtung Wildau unter Anleitung der freigestellten Praxisanleitung. Dabei stand nicht nur die Bewegung der Bewohner*innen und Gäste der Tagespflege im Mittelpunkt. Für die Auszubildenden bot die Woche auch eine wunderbare Gelegenheit, Pflegewissen praktisch anzuwenden und Verantwortung zu übernehmen.
Sechs Stationen – und jede Menge Spaß
An verschiedenen Stationen konnten die Bewohner*innen und Gäste der Tagespflege ihre Geschicklichkeit, Beweglichkeit und vor allem ihre Freude an der Bewegung unter Beweis stellen.
Ob beim „Autoziehen“, beim „Eier-Pingpong“, beim Entenangeln, beim Tangram, beim Leiterwurf oder beim Zeitungziehen – für jeden Geschmack und für unterschiedliche Fähigkeiten war etwas dabei.
Dabei ging es natürlich nicht darum, wer am schnellsten, stärksten oder geschicktesten war. Viel wichtiger waren die kleinen persönlichen Erfolge: ein Treffer, ein gelungener Versuch, ein gemeinsames Lachen oder einfach die Freude darüber, etwas Neues ausprobiert zu haben. Jede Bewegung zählte – und jeder durfte in seinem eigenen Tempo mitmachen.
Bewegung bedeutet mehr als nur körperliche Aktivität
Gerade in der stationären Langzeitpflege ist es wichtig, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und Bewohner*innen und Gäste der Tagespflege immer wieder zu ermutigen, aktiv zu sein. Bewegung kann Selbstständigkeit unterstützen, Wohlbefinden fördern und soziale Begegnungen ermöglichen.
Genau das war während der Sportfestwoche spürbar: Es wurde angefeuert, gelacht, ausprobiert und miteinander gefiebert. Bewohner*innen und Gäste kamen miteinander ins Gespräch und erlebten Gemeinschaft. Und manchmal war es gar nicht die sportliche Leistung, die für den schönsten Moment sorgte, sondern einfach das gemeinsame Erleben.
Eine wertvolle Erfahrung für unsere Auszubildenden
Für die Auszubildenden war die Sportfestwoche ebenfalls eine besondere Erfahrung. Sie übernahmen Verantwortung, bereiteten Materialien vor, unterstützten die einzelnen Angebote, begleiteten die Bewohner*innen und Gäste und beobachteten deren individuelle Fähigkeiten und Ressourcen. Dabei konnten sie ganz praktisch erfahren, was es bedeutet, Mobilität individuell zu fördern und Angebote an die jeweiligen Möglichkeiten eines Menschen anzupassen.
Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, die einige Auszubildende nach dieser Woche mitnahmen: „Die Arbeit der sozialen Betreuung und Beschäftigung wird enorm unterschätzt.“
Die Woche war für die Auszubildenden anstrengender, als sie zunächst erwartet hatten. Sie erlebten hautnah, wie viel Vorbereitung, Organisation, Kreativität, Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen hinter einem solchen Angebot steckt. Diese Erkenntnis ist vielleicht eines meiner schönsten Ergebnisse dieses Projekts: Soziale Betreuung und Beschäftigung bedeutet weit mehr, als Spiele anzubieten.
Es bedeutet, Menschen zu motivieren. Es bedeutet, Angebote vorzubereiten und immer wieder an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Es bedeutet, aufmerksam zu beobachten, Sicherheit im Blick zu behalten und gleichzeitig eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Menschen wohlfühlen und gerne teilnehmen. Vor allem aber bedeutet es, Begegnungen zu schaffen und Lebensfreude zu ermöglichen.
Ein herzliches Dankeschön
Eine solche Woche funktioniert nur, wenn viele Menschen zusammenarbeiten. Deshalb möchte ich allen Beteiligten von Herzen danken, die die Auszubildenden unterstützt und ihnen einen authentischen Einblick in diesen wichtigen Bereich ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt auch den Auszubildenden, die sich mit viel Engagement, Kreativität und Teamgeist auf dieses Projekt eingelassen haben. Danke für euren Einsatz, eure Geduld, eure Ideen und eure Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Und natürlich gilt mein größter Dank den Bewohner*innen, Gästen und den Kindern der AWO Kita Hasenwäldchen. Danke, dass Sie, dass Ihr mitgemacht, ausprobiert, gelacht und uns gezeigt habt, dass Bewegung keine Frage des Alters ist.
Die Sportfestwoche hat gezeigt: Es braucht nicht immer große sportliche Leistungen. Manchmal reicht ein kleiner Schritt, ein gezielter Wurf, ein Lächeln oder die Freude darüber, gemeinsam etwas erlebt zu haben. Denn am Ende zählt nicht, wer gewonnen hat – sondern dass wir gemeinsam dabei waren. Und so bleibt von der Sportfestwoche vor allem eines: viele schöne Begegnungen, strahlende Gesichter und die Erinnerung an eine Woche voller Bewegung, Gemeinschaft und Lebensfreude.
